Ist der Schulstandort Langen in Gefahr? Umfragen sorgen für Unruhe
In der letzten Fraktionssitzung haben sich CDU/FDP Fraktion im Rat der Stadt Langen ausgiebig mit denen vom Landkreis zu Schulbeginn verteilten Umfragebögen zur Einführung einer Integrierten Gesamtschule in Dorum befasst. Der Kreisschulausschuss hat die Umfrage für die Grundschüler Land Wursten, Stadt Langen und der Gemeinde Nordholz beschlossen. Die CDU Fraktion und Partei sieht sich verpflichtet, die Eltern über die möglichen Folgen der von der SPD geplanten Aktionen zu informieren.1. Ein neu gebildeter begrenzter Schulbezirk könnte nur gebildet werden mit dem Einzugsbereich der Stadt Langen mit den Ortschaften Langen und Neuenwalde. Dabei ist die neu durchführende Organisation der Fahrzeiten für insbesondere für die Grundschüler zu berücksichtigen. Kurze Wege für kurze Beine, ein immer wieder von der SPD hervorgebrachtes Argument, wird durch den Antrag der SPD ad absurdum gestellt. 2. Den Langener Eltern muß verdeutlicht werden, dass bei der Einrichtung einer IGS in Dorum die Haupt und Realschule sowie das Gymnasium in Langen vor einem erheblichen Schülerverlust und damit vor Existenzproblemen stehen, betont Fraktionsvorsitzender Frank Berghorn. Das damit auch das durchgängige Kreisgymnasium in Schwierigkeiten geraten kann, sei nur nebenbei erwähnt.
„Das Langener Schulsystem mit Grundschulen, Haupt und Realschule sowie Gymnasium ist hervorragend aufgestellt und stellt einen wichtigen Standortfaktor für die Ansiedlung von Familien und damit auch Wirtschaftsunternehmen“, stellt Parteichef Steffen Tobias heraus. Um so erstaunlicher ist es, dass sich die Langener SPD und der Bürgermeister schweigend zu den Aktionen der Landkreis-Genossen verhalten. Es geht hier nicht um eine ideologische Diskussion über das bessere Schulsystem, sondern um die Notwendigkeit einer zusätzlichen Einrichtung einer riesigen Schule mit der Gewissheit, dass die Schülerzahlen in den nächsten Jahren im Rahmen der demographischen Entwicklung im Landkreis erheblich einbrechen werden. Auch unter den Vorgaben des Niedersächsischen Schulgesetzes zur Einrichtung einer IGS mit einer Fünfzügigkeit und einer Klassenstärke von 28 Schülerinnen und Schülern nachhaltig über 14 Jahre ist es unverständlich, daß die SPD so vehement an ihrem Vorhaben festhält. Wir haben im Landkreis insgesamt ein hervorragend ausgeglichenes Schulsystem. Die Eltern sind zufrieden und sind es leid alle paar Jahre eine neue ideologische Schuldiskussion führen zu müssen.
Steffen Tobias